Absentismus

Fehlzeiten von Mitarbeitern, die nicht am Arbeitsplatz anwesend sind und daher nicht ihre Soll-Arbeitszeit verrichten können

Arbeitsschutz

Maßnahmen, zu denen der Betrieb gesetzlich verpflichtet ist, um die Gesundheit und Sicherheit seiner Beschäftigten zu schützen. Die Vermeidung von Arbeitsunfällen sowie der Schutz vor gesundheitlichen Gefahren durch beispielsweise Lärm oder Gefahrstoffe stehen dabei im Mittelpunkt.

Betriebliches Eingliederungsmanagement

Verpflichtende Maßnahmen zur Wiedereingliederung von langzeiterkrankten Mitarbeitern in den Betrieb. Ziel ist es, die Arbeitsunfähigkeit des Mitarbeiters zu überwinden, ihm nach einer längeren Fehlzeit den Einstieg zurück in den Job zu erleichtern und einer erneuten Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen. Gesetzlich festgeschrieben sind die Maßnahmen im §84 Abs. 2 SGB IX.

Betriebliche Gesundheitsförderung

Alle Einzelmaßnahmen, die zur Förderung der Mitarbeitergesundheit im Rahmen eines systematischen Betrieblichen Gesundheitsmanagements durchgeführt werden.

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Systematische Umsetzung von Maßnahmen zur Förderung des Gesundheitszustands bzw. der Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern eines Betriebes. Die Einzelmaßnahmen werden zielgerichtet aufeinander abgestimmt und vom Betrieb freiwillig durchgeführt.

Chronische Erkrankungen

Langwierige, schwer heilbare Erkrankungen. Diese Erkrankungsbilder erfordern meist eine besondere Mitwirkung des Betroffenen und können in ihrem Verlauf häufig durch ein adäquates Verhalten des Betroffenen positiv beeinflusst werden. Zu den chronischen Erkrankungen zählen beispielsweise die Koronare Herzerkrankung, Diabetes mellitus oder Rheuma.

Coaching

Zielorientierte Beratung, Begleitung und Unterstützung von Personen. Das Coaching orientiert sich eng an den individuellen Problemen und Bedürfnissen des Kunden und unterstützt ihn dabei, diese eigenverantwortlich zu bewältigen. Damit erlangt der Kunde Kompetenzen im Umgang mit seiner Belastungs- bzw. Erkrankungssituation und wird dabei unterstützt, schnellstmöglich zu seiner gewohnten Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz zurückzufinden.

Demographischer Wandel

Demographische Alterung der Bevölkerung, die auf eine sinkende Geburtenrate, eine steigende Lebenserwartung und nicht ausreichende Nettozuwanderung zurückzuführen ist. Dies führt zu einem steigenden Altersdurchschnitt der Belegschaften und stellt die Betriebe, ebenso wie die sozialen Sicherungssysteme und die Infrastrukturplanung vor ganz neue Herausforderungen.

Krankenstand

Betriebswirtschaftliche Kennzahl, mit der die Fehlzeiten von Beschäftigten ausgedrückt werden. Sie beschreibt den Anteil der Erkrankungszeiten an den Soll-Arbeitszeiten der Mitarbeiter. Ein hoher Krankenstand kann sowohl auf private Gründe der Belegschaft, die allgemeine gesellschaftliche Situation oder die Gegebenheiten im Betrieb zurückgeführt werden.

Mitarbeiterbefragung

Instrument zur Erhebung von quantitativen und qualitativen Faktoren innerhalb eines Unternehmens. Die Ergebnisse können helfen, die Maßnahmen im Gesundheitsmanagement zielgerecht einzusetzen und zu steuern. Außerdem hilft es, die Aufmerksamkeit der Mitarbeiter auf ein bestimmtes Thema zu lenken und sie zur Mitarbeit zu motivieren.

Morbidität

Krankheitshäufigkeit

Mortalität

Sterberate

Pathogenese

Wissenschaft zur Entstehung von Krankheiten. Hier werden primär Faktoren betrachtet, die die Entstehung von Krankheiten begünstigen und deren Verlauf negativ beeinflussen. Diese Faktoren gilt es zu eliminieren, um damit die Entstehung einer Erkrankung zu vermeiden.

Präsentismus

Verhalten von Mitarbeitern, trotz Krankheit zur Arbeit zu gehen. Durch ihre gesundheitlichen oder psychischen Beeinträchtigungen entstehen erhebliche Produktivitätsverluste,  die häufig unterschätzt werden.

Salutogenese

Wissenschaft zur Erhaltung der Gesundheit. Es ist ein Konzept zur Erklärung wie Gesundheit entsteht und erhalten werden kann.  Damit setzt es im Gegensatz zur Pathogenese an den die Gesundheit erhaltenden Faktoren an und zielt auf die Stärkung der individuellen gesundheitlichen Ressourcen ab.

Verhaltensprävention

Umsetzung von Maßnahmen, die auf das Verhalten des Einzelnen und ihn betreffende Risikofaktoren einwirken. Im Mittelpunkt steht hier der einzelne Mitarbeiter und die positive Beeinflussung seiner gesundheitsrelevanten Verhaltensweisen.

Verhältnisprävention

Mit der Verhältnisprävention werden Maßnahmen umgesetzt, die eine Veränderung der Umweltfaktoren bewirken. Im Mittelpunkt steht nicht der einzelne Mitarbeiter, sondern die Arbeits- und Umweltbedingungen als Quelle gesundheitlicher Gefahren.

Work-Life-Balance

Mit Work-Life-Balance wird eine Ausgewogenheit zwischen Arbeits- und Privatleben beschrieben. Dieses Gleichgewicht wird durch die zeitliche Inanspruchnahme und den Belastungsgrad des Berufs beeinflusst und sollte zur Sicherung von Gesundheit und Wohlbefinden des Beschäftigten nicht auf Dauer in Schieflage geraten